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Clemens Kopecky
Autor: Clemens Kopecky
19.11.2019

Bimota Tesi H2 2020Back on Track

Eigentlich galt die 1973 gegründete und nach ihrer Insolvenz erst 2005 wiederauferstandene Edel-Motorradmarke Bimota längst schon wieder als totgesagt. Auf der EICMA in Mailand feierte die legendäre Marke aus Rimini nun aber ein interessantes Comeback. Künftig könnten für Bimota stabilere Zeiten anbrechen, denn 49,9 Prozent der Anteile gehören nun Kawasaki Motors Europe N.V. ­– der bisherige Eigentümer, der Schweizer Marco Chiancianesi, behält mit 50,1 Prozent die Mehrheitsanteile an Bimota.

Schon 2020 will man gemeinsam 200 Bimotas unters Volk bringen. Das erste Projekt der neuen japanisch-italienischen Kooperation wurde bereits enthüllt: der Supersportler heißt „Tesi H2“ und wird – nomen est omen – vom Kompressor-Vierzylinder der Kawasaki Ninja H2 befeuert. Wir rechnen daher mit mindestens 200 PS Motorleistung. Ganz in Bimota-Tradition bietet die Tesi H2 neben einem Omega-Rahmen aus Aluminium (statt der Stahl-Gitterrohr-Konstruktion von Kawasaki) auch die markante Achsschenkellenkung. Bereits Anfang der 1990er-Jahre hat Bimota mit dieser ungewöhnlichen Lösung beim Modell Tesi 1D, von der nur 127 Stück gebaut wurden, Technikfans fasziniert. Die von Bimota damals patentierte, auffällige Radnabenlenkung wurde auch 2005 und 2007 in den Modellen Tesi 2D und Tesi 3D verwendet.

Wie schon in der Vergangenheit der Tesi-Modelle ist auch für das zerklüftete Design der neuen H2 ein wilder Wechsel von scharfen Kanten und glatten Flächen typisch, ebenso wie die Farben Rot, Weiß und Schwarz. Der Verkaufspreis für die Tesi H2 steht derzeit noch nicht fest, jedoch dürfte man angesichts der komplexen Technik und hochwertiger Materialien wohl auch hier alten Bimota-Traditionen treu bleiben: die Bimota Tesi H2 wird ganz sicher kein Schnäppchen.

 

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